Sklaverei
Ein weiterer Pfeiler des schnellen wirtschaftlichen Wachstums des Inselreichs ist sicherlich die landesübliche Sklaverei. Die casarischen Sklavenmärkte sind berühmt und berüchtigt. Hier können Sklaven sowohl als Arbeitskraft wie auch als Handelsware erworben und feilgeboten werden. Für Bewohner der nördlichen Königreiche ähnelt die Betriebsamkeit auf dem Sklavenmarkt dem Treiben auf den heimischen Viehmärkten. Sklaven werden zur schaugestellt, begutachtete, charakterisiert – Gebote werden abgeben, Gegengebote werden gemacht, es wird gefeilscht und am Ende kommt es zum Kauf oder eben nicht.
Südlich des Königsgrad ist die Sklaverei weit verbreitet, und ihre Nutzung vielfältig. Die Mehrheit der casarischen Bevölkerung ist gar der Ansicht, dass Sklaverei für Wohlstand, Wirtschaftswachstum und Frieden benötigt wird und durch das Recht auf Grundbesitz legitimiert ist. Zudem bietet sich den Casariern mit dem Sklavenhandel ein sehr einträgliches Geschäft. Zumal sich die Vorstellung durchgesetzt hat, das Anhänger des göttlichen Phanteons nicht versklavt werden dürfen.
Die "glücklicheren" der Sklaven dienen im Haushalt der Reichen. Sie genießen viele Privilegien von den Feld- und Minensklaven nur träumen dürfen. Dennoch sind auch sie ohne Rechte und permanent dem Gutdünken ihrer Herren ausgeliefert, die sie nach belieben gebrauchen und Missbrauchen können.
Unzählige der Sklaven arbeiten in den Minen, Steinbrüchen, Plantagen, Erzmühlen und Schmelzöfen des Südmeerraums, wo sie gnadenlos verschließen werden.
Die meisten Sklaven werden in Gefangenschaft geboren und haben sich mit ihrem Schicksal abgefunden. Die durch Kriegsgefangenschaft, Verschuldung oder Raub gewordenen Sklaven werden als Wildfänge bezeichnet. Das Geschäft mit den Wildfängen ist das belebenste und lukrativste Geschäft auf dem Sklavenmarkt. Sklavenjäger aus allen bekannten Ländern probieren ihre Beute auf den Sklavenmärkten in hartes Gold zu verwandeln. So das es kaum verwundert, das auch die menschliche Ware aus allen Himmelsrichtungen stammt. Der größte Anteil menschlicher Sklaven entstammt trotz allem, den dunkel bis schwarzhäutigen Waldlandbarbaren der südlichen Regenwälder.
Neben den menschlichen Sklaven hat man vor mehr als hundert Jahren damit begonnen, in den Regenwäldern des Südens, jagt auf Echsenmenschen [T´skrang] zu machen. In groß angelegten Expedition, den sogenannten grünen Jagdgesellschaften, sind die Sklavenjäger tief in den Dschungel eingedrungen und haben ganze Dörfer der T´Skrang überfallen und in die Sklaverei verkauft.
Das echsische Wesen der T´Skrang galt, bis zur Entdeckung der Rune der Knechtschaft, als störrischer und unzähmbarer. Trotzdem bekam man schon damals das Doppelte an Gold für einen Echsenmenschen, da die T´Skrang zäher und langlebiger Waren als die menschlichen Sklaven.
Als die Sklavenhändler mit der Rune der Knechtschaft garantieren konnten, den Willen der Echsenmenschen auf thaumaturgische Weise gefügiger zumachen stieg ihr Preis auf das dreifache gegenüber eines menschlichen Sklaven an.
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